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Matern Feuerbacher
war einer der wichtigsten Anführer des Deutschen Bauernkriegs von 1525 und stammt aus Großbottwar im Bottwartal. Er wurde vermutlich um 1484/1485 geboren und war zunächst Gastwirt, Hofbesitzer und Ratsherr in Bottwar. Sein Wohnhaus mit Wirtschaft "Johannespfründe" (heutige "Stadtschänke") stand am Marktplatz in Großbottwar, in der Nähe des Rathauses.
Als sich am Wunnenstein bei Großbottwar zahlreiche aufständische Bauern versammelten, wurde Matern Feuerbacher zum Hauptmann des sogenannten„Hellen Christlichen Haufens“ gewählt. Zeitweise folgten ihm mehrere Tausend Bauern, und sein Einfluss reichte über große Teile Württembergs.
Im Gegensatz zu anderen Bauernführern setzte er vor allem auf Verhandlungen und versuchte größere Gewalttaten zu verhindern. Kurz vor der Schlacht von Böblingen wurde er als Anführer abgesetzt, weil radikalere Kräfte ein härteres Vorgehen wollten. Nach der Niederlage der Bauern floh er, wurde später vor Gericht gestellt, jedoch freigesprochen.
Für das Bottwartal ist Matern Feuerbacher eine bedeutende historische Persönlichkeit. In Großbottwar erinnert unter anderem die Matern-Feuerbacher-Realschule an ihn.

Der Deutsche Bauernkrieg von 1524 bis 1525 war der größte Volksaufstand in Mitteleuropa vor der Französischen Revolution. Zehntausende Bauern, Handwerker und einfache Bürger erhoben sich gegen hohe Abgaben, Frondienste und die Macht von Adel und Kirche.
Für das Bottwartal und Württemberg ist besonders Matern Feuerbacher bedeutend. Er stammte aus Großbottwar und war Gastwirt, Ratsherr und wohlhabender Bürger. Im Bauernkrieg wurde er zum Hauptmann des sogenannten „Hellen Christlichen Haufens“, einer der größten Bauernheere in Württemberg. Unter seiner Führung versuchten die Aufständischen zunächst, ihre Ziele durch Verhandlungen und möglichst ohne Gewalt zu erreichen.
Die Bauern formulierten ihre Forderungen in den berühmten Zwölf Artikeln. Sie verlangten unter anderem:
  • weniger Frondienste,
  • gerechtere Steuern und Abgaben,
  • freie Wahl der Pfarrer,
  • mehr persönliche Freiheit.
Im Mai 1525 wurden die Bauernheere jedoch von den Truppen des Schwäbischen Bundes besiegt. Viele Tausend Aufständische kamen ums Leben.
Im Gegensatz zu manchen anderen Bauernführern wurde Matern Feuerbacher nach der Niederlage nicht hingerichtet. Er musste eine hohe Strafe zahlen und zog sich weitgehend aus dem politischen Leben zurück.
Für Großbottwar ist er bis heute eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten. Dort erinnern Straßen, Gedenktafeln und historische Darstellungen an seine Rolle im Deutschen Bauernkrieg.

Bedeutung für Großbottwar
Großbottwar gilt heute als einer der wichtigsten Orte des Deutschen Bauernkriegs in Württemberg. Der Marktplatz und die Altstadt erinnern noch an die Zeit, als Tausende Bauern unter Führung von Matern Feuerbacher dort zusammenkamen.
Interessant ist auch, dass die berühmten „Zwölf Artikel“ der Bauern oft als eine der ersten Forderungen nach Freiheits- und Menschenrechten in Europa angesehen werden. Viele Historiker nennen sie deshalb eine frühe Vorstufe moderner Grundrechte.



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